Ich bin mit einem Tuk-Tuk um Samui gefahren – Bedauern oder Spaß?
Koh Samui besitzt einen ganz besonderen Zauber, der sich weder in Broschüren noch in Instagram-Stories einfangen lässt. Er liegt im sanften Rauschen der Morgenwellen am Chaweng Beach, im Glitzern der Sonnenstrahlen über den Kokospalmenhainen und im Duft von Pad Thai, der aus den Freiluftküchen strömt. Und vielleicht am einprägsamsten ist er im Rattern und Brummen eines Tuk-Tuks, das mit heruntergelassenen Fenstern und offenem Herzen die kurvenreichen Straßen der Insel entlangfährt.
Als ich mich also entschloss, Samui mit dem Tuk-Tuk zu erkunden, fragte ich mich: War das ein skurriles Abenteuer oder ein Rezept für Reue?
Lass es uns gemeinsam herausfinden.
Erste Eindrücke: Tuk-Tuk Tango
Man sieht ein Tuk-Tuk, bevor man es hört – knallig bemalt, unglaublich kompakt und immer ein bisschen frech. Auf Koh Samui sind Tuk-Tuks nicht so allgegenwärtig wie in Bangkok, aber in den belebteren Vierteln wie Chaweng und Lamai findet man sie. Feilschen gehört zum Ritual: Die Fahrer nennen den Preis mit einem Augenzwinkern, man macht ein Gegenangebot mit einem Lächeln, und irgendwo dazwischen einigt man sich.
Als ich einstieg, überkam mich ein Gefühl von Nostalgie und Nervosität. Es hat etwas Befreiendes und zugleich Demütigendes, mit dem Wind in den Haaren die Straße entlangzudüsen, den Elementen ausgesetzt und den neugierigen Blicken der Mitreisenden ausgesetzt.
Tipp: Für kurze Strecken eignen sich Tuk-Tuks am besten – zum Beispiel für Strandspaziergänge oder einen Besuch auf dem Nachtmarkt. Für längere Fahrten empfiehlt sich ein Songthaew (Sammeltaxi) oder, wenn Sie mutig sind, ein gemieteter Roller.
Landschaft in Bewegung: Von Chaweng zum Fischerdorf
Mein Fahrer, Somchai, lenkte uns weg vom Trubel des Chaweng Beach – einfach auf Google Maps nach „Chaweng Beach“ suchen – hin zum charmanten Fischerdorf. Die Welt zog an uns vorbei, vorbei an Bougainvilleen und Marktständen, ab und zu unterbrochen von einem Kokosnussverkäufer. Durch die offenen Seiten des Tuk-Tuks wurde jeder Kilometer zu einer lebendigen Postkarte: die salzige Luft, das Lachen der Touristen, der Duft von gegrillten Meeresfrüchten, der aus den Straßenbuden strömte.
Das Fischerdorf in Bophut ist ein absolutes Muss – einfach auf Google Maps nach „Fisherman’s Village“ suchen. Besuchen Sie den Freitagabendmarkt und genießen Sie anschließend einen Cocktail zum Sonnenuntergang direkt am Wasser. Ich empfehle das Coco Tam’s, wo Sie auf bequemen Sitzsäcken im Sand noch lange verweilen können, wenn der Himmel sich rosa färbt.
Tempel, Gezeiten und Tuk-Tuk-Geschichten
Ein Besuch des Wat Phra Yai (Großer Buddha Tempel) ist ein absolutes Muss auf Samui. Sie finden ihn ganz einfach auf Google Maps, indem Sie „Wat Phra Yai“ eingeben. Die goldene Statue des Tempels erstrahlt an der Nordspitze der Insel, und vom Tuk-Tuk aus betrachtet, erhebt sich ihre Silhouette wie ein Versprechen über den Palmen. Wenn Sie Ihre Fahrt am späten Nachmittag planen, ist das Licht sanft und es sind weniger Besucher unterwegs.
Unser Tuk-Tuk knatterte bis zum Eingang, und ich schlich barfuß die kühlen Marmorstufen hinauf. Weihrauchduft lag in der Luft. Mönche in safranfarbenen Roben bewegten sich still zwischen den Gebeten. Verweilen Sie einen Moment hier – beobachten Sie die Seevögel, die über der Bucht kreisen, und lassen Sie die Stille auf sich wirken.
Tipp: Beim Besuch von Tempeln sollte man sich angemessen kleiden (Schultern und Knie sollten bedeckt sein) und etwas Kleingeld für Spenden mitbringen.
Strandhopping und Imbisspausen
Mit Tuk-Tuks lassen sich spontane Zwischenstopps problemlos einlegen. Als ich den sichelförmigen Silver Beach erblickte – einfach auf Google Maps nach „Silver Beach Samui“ suchen – tippte ich Somchai kurz auf die Schulter, und wir bogen in eine von Kokospalmen beschattete Gasse ein. Der Sand war warm, das Wasser glasklar. Gleich daneben verkaufte ein Straßenhändler cremiges, süßes Kokosnusseis – die perfekte Erfrischung in der Mittagshitze.
Lamai Beach (einfach auf Google Maps nach „Lamai Beach“ suchen) ist ein weiteres, mit dem Tuk-Tuk gut erreichbares Ausflugsziel. Hier herrscht eine entspannte Atmosphäre, die Wellen sind etwas wilder und die Massagehütten versprechen wohltuende Entspannung für müde Schultern.
Das Urteil: Bedauern oder Spaß?
Hat es sich gelohnt? Absolut. Mit einem Tuk-Tuk über Samui zu fahren ist zwar nicht der schnellste oder günstigste Weg, um von A nach B zu gelangen, aber es ist eine Lektion in entschleunigtem Reisen – eine Einladung, den Herzschlag der Insel zu spüren und ihre Düfte und Farben auf sich wirken zu lassen.
Sicher, es gab Stau und ein paar plötzliche Regenschauer (Tuk-Tuks sind nicht wasserdicht, das werden Sie schnell feststellen). Aber auch das waren Geschichten – gemeinsames Lachen mit Fremden, der Schutz unter einem Marktdach, der Geschmack frischer Mangos, während wir auf das Ende des Regens warteten.
Wer es schnell und bequem mag, mietet sich ein Auto. Wer Koh Samui aber mit allen Sinnen erleben will – wer die Insel spüren und nicht nur durchqueren möchte – der sollte in ein Tuk-Tuk steigen, sich gut festhalten und die Straße vor sich herführen.
Abschließende Tipps für Tuk-Tuk-Reisende
- Verhandeln Sie, bevor Sie losfahren. Die Fahrpreise werden nicht per Taxameter berechnet, daher sollte der Preis im Voraus vereinbart werden.
- Tragen Sie kleine Geldscheine bei sich. Veränderungen können selten sein.
- Nutze die Elemente. Ein Poncho oder Regenschirm ist in der Regenzeit hilfreich.
- Bringen Sie Ihren Sinn für Humor mit. Verspätungen und Umwege gehören zum Charme dazu.
Am Ende ist es der Weg, nicht nur das Ziel, der in Erinnerung bleibt. Auf Koh Samui unternimmt man diese Reise am besten im Tuk-Tuk-Tempo – langsam genug, um sie zu genießen, schnell genug, um sich frei zu fühlen, und immer mit ein, zwei Geschichten im Gepäck.
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