Wie es ist, in einer Dschungelvilla auf Samui zu übernachten: Eine Symphonie aus Zikaden und Meeresbrise
Ankunft: Zwischen Land und Meer
Die Ankunft auf Koh Samui ist ein Fest der Kontraste: Der strahlend weiße Marmor der Pavillons des internationalen Flughafens von Samui weicht bald gewundenen, palmengesäumten Straßen, wo der Duft von Frangipani und die Hoffnung auf eine neue Zukunft in der Luft liegen. Die meisten Besucher zieht es direkt an die Strände – zum Beispiel an den Chaweng Beach oder den Lamai Beach, wo der Sand so fein wie gesiebtes Mehl ist und die Cocktailkarten so umfangreich wie russische Romane. (Sie finden die Strände auf Google Maps, indem Sie „Chaweng Beach“ oder „Lamai Beach“ eingeben.) Ich aber suchte nach etwas anderem.
Mein Ziel lag im Landesinneren, eine steile, kurvenreiche Straße hinauf, die einer Achterbahn glich. Hier, inmitten der grünen Ausläufer des bergigen Rückgrats der Insel, fand ich mein vorübergehendes Zuhause: eine Dschungelvilla auf Stelzen, mit dem Golf von Thailand in der Ferne glitzernd.
Die Villa: Glas, Holz und Grün
“Dschungelvilla” – diese Bezeichnung weckt Assoziationen an Indiana Jones, doch auf Koh Samui lädt sie eher dazu ein, für eine Weile in einem Gemälde von Rousseau zu leben. Meine Villa war eine elegante Verschmelzung von Glas und poliertem Holz. Durch ihre breiten Fenster bot sich ein herrlicher Blick auf Bananenpalmen, Flammenbäume und gelegentlich auch auf einen frechen Makaken. In der Abenddämmerung erwachten die Hügel zum Leben mit dem Zirpen der Zikaden – ein Klang, der hypnotisch und anfangs etwas beunruhigend wirkte, bis ich mich seinem Rhythmus hingab.
Die Architektur hier ist nicht nur ästhetisch, sondern auch verteidigungstechnisch. Die erhöhten Plattformen schützen vor herumstreunenden Tieren, die – wie die meisten Bewohner Samuis – sehr opportunistisch sind. Mein Rat: Bewahren Sie Ihre Snacks drinnen auf und stellen Sie Ihre Schuhe verkehrt herum hin. Man weiß nie, was sich nachts einen Mitternachtssnack – oder ein Nickerchen – gönnen möchte.
Morgenstunden im Blätterdach: Kaffee und Kontemplation
Es ist ein ganz besonderes Vergnügen, im Licht des Dschungels aufzuwachen. Die Luft ist kühl und feucht, und der einzige Wecker ist ein hartnäckiger Gecko, der wohl zu viele Motivationssprüche gelesen hat. Meine Morgen begannen mit lokalem Kaffee – stark, rauchig, ein wenig körnig –, den ich langsam auf dem Balkon trank, während die Insel langsam erwachte. Unten dampfte das Tal sanft, und der dahinterliegende Ozean wechselte mit dem Sonnenaufgang von Zinn zu Türkis.
Wer seinen Kaffee gerne mit etwas Bewegung verbindet, kann einen Spaziergang zum Wat Plai Laem unternehmen, einem Tempelkomplex, der für seine imposante Guanyin-Statue berühmt ist. (Sie finden ihn auf Google Maps unter dem Suchbegriff „Wat Plai Laem“.) Tempel in Thailand sind nicht nur Orte der Anbetung, sondern lebendige Mosaike des Glaubens und der Gemeinschaft. Dieser Tempel – in ungewöhnlichen Farben bemalt – scheint wie ein Lotustraum über seinem Teich zu schweben.
Tage: Zwischen Hängematte und Abenteuer
Dschungelvillen sind der natürliche Feind der Produktivität. Es ist verlockend, die Mittagshitze abwechselnd in der Hängematte und im kleinen Pool zu verbringen und ein Buch zu lesen, das seit dem letzten Urlaub verstaubt ist. Und warum auch nicht? Die Gestaltung der Villa fördert eine Art bewusste Langsamkeit, eine Neuausrichtung des eigenen Tempos.
Wenn dich die Abenteuerlust packt, bietet Samui unzählige Möglichkeiten. Miete dir einen Roller (Tipp: Fahre vorsichtig in den Kurven, die Straßen können nach Regen tückisch sein) und fahre zum Hin Lad Wasserfall. Der Weg dorthin ist eher ein gemütlicher Spaziergang als eine anstrengende Wanderung, gesäumt von uralten Bäumen und begleitet vom Rauschen versteckter Bäche. (Du findest den Wasserfall auf Google Maps, indem du „Hin Lad Wasserfall“ eingibst.) Gönn dir unbedingt ein Kokosnusseis an einem Straßenstand – Erfrischung ist hier auf thailändische Art eine wahre Kunst.
Abends: Essen wie ein Einheimischer (oder es zumindest versuchen)
Die Abende in den Bergen sind von einer plötzlichen Kühle und dem Duft von Gegrilltem geprägt. Wenn Ihre Villa über eine Küche verfügt, könnten Sie sich an einem einfachen Thai-Curry versuchen. Die Zutaten dafür finden Sie auf einem Markt wie dem Samui Fresh Market in Nathon. (Sie können ihn auf Google Maps unter dem Suchbegriff „Samui Fresh Market“ finden.) Alternativ können Sie in einem der lokalen Restaurants wie dem Supattra Thai Dining einkehren, das für seine exquisiten Meeresfrüchte und seinen unaufdringlichen Charme bekannt ist. (Sie können es auf Google Maps unter dem Suchbegriff „Supattra Thai Dining“ finden.)
Essen gehen auf Koh Samui ist weniger formell, dafür umso genussvoller. Rechnen Sie damit, Ihren Tisch mit ein paar freundlichen Streunerkatzen und gelegentlich einem Nachbarn zu teilen, der gerne sein Englisch üben möchte. Die Gespräche sind, genau wie das Essen, oft von Lachen und einem Hauch von Schalk geprägt.
Schlussbetrachtungen: Der Luxus der Stille
In einer Dschungelvilla auf Koh Samui zu wohnen bedeutet, einen ganz besonderen Luxus zu genießen – den Luxus der Stille. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen drinnen und draußen; Geckos und Schmetterlinge werden zu Mitbewohnern, und die Tage dehnen sich gemächlich aus, ohne sich um Termine oder digitale Benachrichtigungen zu kümmern.
Man beginnt, die kleinen Dinge wahrzunehmen: wie der Regen von einem Blatt zum anderen tropft oder wie sich die Wolken an den Berggipfeln wie Wolle an einem Zaun verfangen. Es ist eine Erinnerung daran, dass Reisen im besten Fall nicht bedeutet, Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern sich wieder mit dem ruhigeren Rhythmus der Welt in Einklang zu bringen.
Wenn es Sie also auf dieser sagenumwobenen thailändischen Insel ins Landesinnere zieht, tauschen Sie doch die Sonnenliege gegen die Symphonie des Dschungels. Denn, wie die Thais sagen: “Mai pen rai” – egal. Die Zikaden wiegen Sie sowieso in den Schlaf.
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