Koh Samui ist viel ruhiger als laut. Das geschäftige Chaweng lockt mit Partys, Lamai mit seinen Dramen. Doch abseits der Touristenattraktionen findet man Oasen der Ruhe, wo sich Kokospalmen dicht aneinander lehnen, Fischer im Morgengrauen ihre Netze flicken und der Sand sich an den Namen zu erinnern scheint. Genau um diese verborgenen Orte geht es – die stilleren Ecken von Koh Samui, die sich wie eine Entdeckung anfühlen, obwohl die Insel schon seit Jahrhunderten existiert.
Warum sich Samui wie ein Geheimnis anfühlt
Zuerst hört man die Motoren der Longtailboote – ein rhythmisches Klackern, das seltsamerweise beruhigend wirkt. Dann der Duft von gegrilltem Saté in der Abenddämmerung. Dann der warme Sand unter den Zehen. Samuis “Geheimnis” ist nicht ein einzelner Ort, sondern ein Netz aus kleinen, versteckten Stränden, Tempeln hinter Gummibäumen und Restaurants, die südthailändische Küche servieren, als wäre sie ein Familienrezept.
Die beste Reisezeit ist von Dezember bis April, wenn Sonne und ruhige See herrschen. Von Mai bis November kann es regnen, dafür ist es ruhiger und günstiger. In den Übergangsmonaten (November und April) findet man ein gutes Verhältnis zwischen Wetter und Preis.
Anreise und Fortbewegung
Die Insel verfügt über einen Flughafen: den internationalen Flughafen Samui (USM). Flüge von Bangkok dauern etwa eine Stunde. Fähren verkehren von Surat Thani und anderen Inseln; die Fahrt ist langsamer, bietet aber eine landschaftlich reizvolle Strecke.
Fortbewegung:
– Mieten Sie sich einen Roller für mehr Unabhängigkeit – rechnen Sie mit ca. 200–300 THB pro Tag. Fahren Sie vorsichtig; die Hügel können steil sein.
– Mieten Sie für kurze Strecken ein Songthaew (Sammeltaxi).
– Für mehr Komfort kosten private Taxis oder Mietwagen je nach Entfernung etwa 800–1500 THB pro Tag.
Tipp: Füllen Sie Ihre Wasserflasche erst nach Ihrer Ankunft in der Unterkunft auf. In den örtlichen 7-Eleven-Läden und auf den Märkten gibt es überall gekühlte Getränke.
Die schönsten versteckten Orte, die es zu entdecken gilt
Hier sind einige besondere, weniger bekannte Geheimtipps, die oft übersehen werden. Sie können jeden einzelnen Ort auf Google Maps finden, indem Sie den Ortsnamen eingeben.
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Laem Sor Pagode (Wat Laem Sor): Eine goldene Pagode an einem ruhigeren südlichen Kap. Die Aussicht lädt zum Nachdenken ein und die Brise ist wohltuend.
Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Wat Laem Sor. -
Versteckte Strandbuchten bei Taling Ngam: Halten Sie entlang der Küste von Taling Ngam Ausschau nach kleinen Sandbuchten und öffentlichen Aussichtspunkten. Sie eignen sich hervorragend, um den Sonnenuntergang ohne die Menschenmassen zu genießen.
Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Taling Ngam. -
Hin Ta und Hin Yai Felsen (Großvater- und Großmutterfelsen) – der späte Nachmittag ist ideal. Um den Touristenmassen zu entgehen, empfiehlt sich ein Besuch früh morgens oder spät abends.
Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Hin Ta Hin Yai. -
Thongson Bay (auch Thongson Bay Natural Vent geschrieben) – eine kleine, geschützte Bucht, die sich bei mäßigem Wind gut zum ruhigen Schwimmen eignet.
Sie können es auf Google Maps finden, indem Sie Folgendes eingeben: Thongson Bay Koh Samui. -
Geheimer Buddha-Garten (auch Tarnim-Zaubergarten genannt): Ein Skulpturengarten auf einem Hügel, angelegt von einem einheimischen Bauern. Er ist schattig, moosig und von einer seltsamen Ruhe geprägt.
Sie können auf Google Maps danach suchen, indem Sie eingeben: Secret Buddha Garden Koh Samui. -
Fischerpiers und lokale Häfen in der Nähe von Bophut – kommen Sie früh, um die Fischmärkte zu besuchen und einen authentischen Eindruck vom Inselleben zu bekommen.
Sie können es auf Google Maps finden, indem Sie Folgendes eingeben: Bophut Fisherman's Village. -
In Mae Nam und Choeng Mon gibt es kleine Straßenstände und familiengeführte Restaurants. Das Essen schmeckt wie zu Hause und die Preise sind günstig.
Wo man wie ein Einheimischer essen kann
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Im Fischerdorf (Strand von Bophut) gibt es Nachtmärkte mit gegrillten Meeresfrüchten, Satay und Mango-Klebreis. Kommen Sie hungrig; die Portionen sind großzügig.
Sie können es auf Google Maps finden, indem Sie Folgendes eingeben: Fisherman's Village Bophut Beach. -
Kaylee Restaurant (Einheimische finden in bestimmten Vierteln oft beliebte Lokale – wenn Sie viele Einheimische und eine kleine, handgeschriebene Speisekarte sehen, sollten Sie unbedingt hineingehen). Achten Sie auf Lokale, die nach Kräutern und Kokosmilch duften.
Hinweise auf Lebensmittelpreise:
– Streetfood und Marktgerichte: ~THB 40–150.
– Einfache lokale Restaurants: ~THB 150–300.
– Abendessen am Meer im mittleren Preissegment: ca. 400–1000+ THB.
Tipp: Probieren Sie Pla Pao (gegrillter Fisch in Salzkruste) oder Gaeng Som (saures Curry), wenn Sie authentische südthailändische Aromen erleben möchten.
Eine einfache Packliste
- Leichte Regenjacke (für überraschende Regenschauer).
- Sonnenschutzmittel, Hut, riffschonende Kleidung, falls Sie schnorcheln gehen.
- Für Tempelbesuche oder Wanderungen sind Flip-Flops und geschlossene Schuhe empfehlenswert.
- Nehmen Sie etwas Bargeld mit – einige winzige Stände akzeptieren keine Karten.
- Tragbares Ladegerät und ein wasserdichter Beutel für Bootsausflüge.
Rezeptartiger Plan für einen perfekten halbtägigen Ausflug ins Grüne:
1. Morgens: Kaffee und Roti von einem Strandstand.
2. Vormittags: Mit dem Roller zu einer ruhigen Bucht (Taling Ngam oder Mae Nam).
3. Mittagessen: Essen Sie dort, wo die Einheimischen essen – einfaches Curry, Reis, Papayasalat.
4. Nachmittag: Ein Nickerchen unter einer Palme oder eine kurze, schattige Wanderung zum Geheimen Buddha-Garten.
5. Sonnenuntergang: Die Laem Sor Pagode oder eine ruhige Strandbar zur goldenen Stunde.
Praktische Tipps & respektvolles Reisen
- Tempel: Bitte kleiden Sie sich dezent (Schultern und Knie bedeckt). Schuhe vor dem Betreten ausziehen.
- Respektiert den Freiraum der Fischer; betretet nicht die Netze und berührt die Boote nicht ohne Erlaubnis.
- Auf Märkten sollte man behutsam handeln; ein Lächeln wirkt besser als hartes Feilschen.
- Wassersicherheit: An manchen Stränden gibt es starke Strömungen. Schwimmen Sie dort, wo auch Einheimische schwimmen.
Abschließender Hinweis – wie man es genießt
Koh Samuis verborgene Schönheit offenbart sich erst nach und nach. Lassen Sie sich nicht von den Reiseführern täuschen. Lassen Sie sich von der Insel überraschen – sei es mit einer ruhigen Bucht, einem familiengeführten Nudelrestaurant oder einem Abend im Duft von Kokosnuss. Fragen Sie Einheimische nach dem Weg – die meisten verraten Ihnen gerne ihre Geheimtipps.
Sie werden mit Sand im Gepäck, einer Liste von Gerichten, deren Namen Sie nicht richtig aussprechen können, und der stillen Gewissheit abreisen: Sie haben eine Ecke von Samui gefunden, die sich ganz und gar wie Ihr Zuhause anfühlt.
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