Wie ich meinen Lieblingsstrand in Samui entdeckt habe

Wie ich meinen Lieblingsstrand in Samui entdeckt habe

Es liegt ein ganz besonderer Zauber darin, die stillen Ecken eines Ortes zu entdecken, besonders auf einer so geschichtsträchtigen und sonnenverwöhnten Insel wie Koh Samui. Ich war schon immer der Überzeugung, dass das wahre Herz eines Ortes nicht immer in Reiseführern zu finden ist, sondern manchmal am Ende eines gewundenen, staubigen Pfades oder hinter einem Gewirr von Palmenwedeln. Lasst mich euch langsam mitnehmen zu dem Tag, an dem ich meinen Lieblingsstrand auf Samui entdeckte – einen Ort, an dem die Zeit im Schatten stillzustehen scheint und das Meer in all seinen sanften Blautönen ganz euch allein gehört.


Der Reiz des Unsichtbaren

Koh Samui ist bei seinen Bewunderern kein unbeschriebenes Blatt. Ihre Hauptstrände – Chaweng, Lamai, Bophut – pulsieren vor Leben, gesäumt von Resorts, duftenden Nachtmärkten und dem sanften Klirren von Gläsern im Sonnenuntergang. Und doch, nach einer Woche, in der ich das sanfte Chaos genossen hatte, sehnte ich mich nach einem ruhigeren Ort, einem Ort, an dem ich meinen Gedanken nachgehen und vielleicht, mit etwas Glück, den Gesang eines Eisvogels in der Ferne hören konnte.

Bewaffnet mit einem Roller und einem unsicheren Orientierungssinn machte ich mich früh auf den Weg, die Insel lag noch im Halbschlaf. Die Luft war erfüllt vom Duft von Strandjasmin und Diesel. Mein einziger Plan: das Meer zu meiner Linken, meine Neugier den Weg weisen.


Vorbei an Tempeln und durch Haine

Meine Route führte mich am beschaulichen Wat Khunaram vorbei (zu finden auf Google Maps unter dem Suchbegriff „Wat Khunaram“), wo safranfarben gekleidete Mönche die Tempelstufen fegten, und zum berühmten Aussichtspunkt Lamai Viewpoint, von dessen Schaukel man einen atemberaubenden Blick über die Küste hat. Ich hielt nicht an, nahm mir aber vor, für die Aussicht und vielleicht später für ein leckeres Kokosnusseis in der Cliff Bar & Grill zurückzukehren (zu finden auf Google Maps unter dem Suchbegriff „The Cliff Bar & Grill Koh Samui“).

Stattdessen folgte ich einer schmalen Straße, die sich durch Kokospalmenhaine und vorbei an schlafenden Büffeln schlängelte; das einzige Geräusch war das leise Zirpen der Zikaden. Hier, im Landesinneren von Samui, ist es eine ganz andere Welt als sonst: grün, ruhig, durchzogen vom Schatten der Palmenblätter.


Die Entdeckung: Taling Ngam Strand

Schließlich mündete die Straße in ein kleines Schild mit der Aufschrift „Taling Ngam Beach“. Es gab keinen prunkvollen Eingang – nur einen sandigen Pfad, halb von Hibiskussträuchern verdeckt, der zum Strand hinunterführte. Ich parkte meinen Roller unter einer schiefen Kokospalme und streifte meine Sandalen ab; meine Zehen genossen den kühlen, schattigen Sand.

Der Strand von Taling Ngam (zu finden auf Google Maps unter dem Suchbegriff „Taling Ngam Beach“) ist ein Ort wie aus den schönsten Tropenträumen. Der Sand ist weich und hell, das Wasser sanft und glasklar blau. Keine Jetskis, keine Reihen von Liegestühlen. Nur ein paar hölzerne Fischerboote, die ruhig im Wasser schaukeln, und die fernen, smaragdgrünen Silhouetten der Fünf Inseln (Koh Si Koh Ha) am Horizont.

Ich breitete meinen Sarong unter einer wiegenden Kasuarine aus und ließ den Morgen auf mich zukommen: ein langsames, gemütliches Bad im warmen seichten Wasser, gefolgt von einem spontanen Picknick mit süßen Mangos und Klebreis von einem Marktstand, an dem ich zuvor vorbeigekommen war (Tipp: Der Baan Taling Ngam Markt, nur eine kurze Fahrt entfernt, hat herrlich frisches Obst – suchen Sie ihn auf Google Maps, indem Sie „Baan Taling Ngam Markt“ eingeben).


Warum dieser Strand mein Herz erobert hat

Nachmittags herrscht hier ein ganz besonderes Licht, wenn die Sonne langsam hinter dem Meer versinkt und alles – der Sand, das Wasser, selbst die eigene Haut – von innen heraus zu leuchten scheint. Eine leichte Brise trägt den Duft von gegrilltem Fisch aus dem nahen Dorf herüber. Die Zeit scheint stillzustehen. Hier beobachtete ich einen Fischer beim Flicken seines Netzes, einen Hund, der im Schatten döste, und eine Gruppe Kinder, die gemächlich am Wasser Fußball spielten.

In diesen kurzen, sonnendurchfluteten Momenten wurde mir klar: Die wahren Schätze Samuis sind nicht immer die offensichtlichsten oder die am meisten beworbenen. Man entdeckt sie, wenn man sich erlaubt, umherzuwandern, sich ein wenig zu verirren, zuzuhören, zu schauen und zu atmen.


Tipps, um Ihren eigenen versteckten Strand auf Samui zu finden

  • Gehen Sie früh oder spätDas beste Licht und die ruhigsten Ufer findet man in den sanfteren Stunden der Morgen- und Abenddämmerung.
  • Bringen Sie Snacks und Wasser mit.Viele der ruhigeren Strände, wie zum Beispiel Taling Ngam, haben keine Geschäfte oder Cafés direkt am Strand.
  • Sei respektvollVersteckt heißt nicht verlassen – diese Strände sind bei einheimischen Familien und Fischern oft sehr beliebt. Hinterlasse nichts als Fußspuren.
  • Fragen Sie die EinheimischenDie besten Empfehlungen erhält man oft von einem freundlichen Obstverkäufer oder dem Gastgeber der Pension. Thailänder teilen ihre Geheimnisse gern, wenn man sie mit einem Lächeln fragt.
  • Lass es langsam angehenLass dir Zeit. Der Reiz von Samui liegt in seinem gemächlichen Rhythmus.

Tempel und Leckereien in der Nähe

Wenn Sie etwas Zeit in Taling Ngam verbringen, sollten Sie unbedingt Wat Kiri Wongkaram besuchen (suchen Sie einfach auf Google Maps nach „Wat Kiri Wongkaram“), einen friedlichen Tempel mit wunderschönen Wandmalereien, der nur eine kurze Fahrt entfernt liegt. Für einen Drink zum Sonnenuntergang empfiehlt sich das Sunset Beach Resort & Spa Taling Ngam (suchen Sie ebenfalls auf Google Maps nach „The Sunset Beach Resort & Spa Taling Ngam“). Die Terrasse ist der perfekte Ort, um den Himmel in goldenem Licht erstrahlen zu sehen.


Ein letzter Gedanke

Koh Samui wird immer ein lebendiges Herz haben, aber seine Seele findet sich meiner Meinung nach an Orten wie Taling Ngam – ein ruhiger Strand, ein entspannter Nachmittag, das Gefühl, für einen kurzen Moment genau am richtigen Ort zu sein. Also, lass es langsam angehen, treibe ziellos umher und vielleicht, nur vielleicht, findest du einen versteckten Strand, den du dein Eigen nennen kannst.

Zorica Škerlep

Zorica Škerlep

Leitender Kulturredakteur

Zorica Škerlep hat über drei Jahrzehnte damit verbracht, Geschichten zu erzählen und neugierige Reisende zu begleiten. Sie bringt einen reichen kulturellen Einblick in Samui Love. Als leidenschaftliche Geschichtenerzählerin mit einem Hintergrund in Anthropologie und Reisejournalismus hat sie die weniger bekannten Ecken der Welt erkundet und versucht stets zu verstehen, was jeden Ort einzigartig macht. Zoricas sanfte Art und ihr scharfer Blick für versteckte Details machen sie zu einer vertrauenswürdigen Reiseleiterin für Leser, die Koh Samui jenseits des Alltäglichen erleben möchten. Sie ist bekannt für ihre durchdachte Herangehensweise, sorgfältige Recherche und ihre Fähigkeit, lokale Geschichte, Essen und Traditionen in fesselnde Erzählungen zu verweben.

Kommentare (0)

Hier gibt es noch keine Kommentare, Sie können der Erste sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert