Sie kommen mit einem Koffer, der noch nie Sand gesehen hat, und einer stillen Sehnsucht nach kleinen Entdeckungen auf Koh Samui an. Natürlich gibt es hier viele offensichtliche Schönheiten – die von Kokospalmen beschatteten Strände, das Läuten der Tempelglocken –, aber ich möchte Sie zu den stilleren Orten führen: eine schmale Gasse vorbei an einem Marktstand, eine Fähre, die nur einmal täglich ablegt, ein Fischer, der weiß, wann der Mond die beste Zeit zum Tintenfischangeln ist. Es sind diese Orte, die eine Reise zu einer sanften Aneinanderreihung von Momenten machen.
Anreise und Orientierung
Der internationale Flughafen Koh Samui bringt Sie in weniger als einer Stunde Flugzeit von Bangkok direkt in die Atmosphäre von Meer und Palmöl. Vom Terminal aus stehen zahlreiche Taxis und Songthaews (Sammeltaxis) bereit; vereinbaren Sie den Preis vor Fahrtantritt oder suchen Sie den offiziellen Taxistand.
Wer öffentliche Busse und den lokalen Rhythmus bevorzugt, kann die Insel mit der Fähre von Lomprayah und Seatran nach Surat Thani verbinden. Für kleinere, private Transfers oder Inselhüpfen stehen private Schnellboote und Longtailboote an den Anlegestellen von Mae Nam und Bangrak bereit.
Praktischer Tipp:
– Falls Sie einen späten Flug haben, übernachten Sie am besten in der Nähe von Bophut oder Chaweng – dort gibt es die zuverlässigsten Transportmöglichkeiten spät in der Nacht.
Ruhige Nordküste: Fischer und stille Strände
Entlang der Nordküste in Richtung Mae Nam findet man Strände, die beschaulich sind, wie Mae Nam Beach und Bophut Beach. Sie sind ruhiger als Chaweng; morgens hört man das Rascheln der Netze und ab und zu den Ruf eines Hahns aus einem der Bergdörfer.
Ein kleiner Geheimtipp: Fahren Sie frühmorgens zum östlichen Ende des Mae Nam Beach und halten Sie Ausschau nach einsamen Langbooten, die gerade ihren Fang entladen. Manchmal verkauft Ihnen ein Fischer den Morgenfang, noch warm vom Meer. Bringen Sie Bargeld und die Bereitschaft mit, das Filetieren zu lernen.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Mae Nam Beach, Koh Samui
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Bophut Beach, Koh Samui
Chawengs Energie und eine ruhige Gasse
Chaweng ist lebhafter, mit hellen Strandbars und nächtlichem Treiben. Doch zwischen der Hauptstraße und dem Meer gibt es Gassen, in denen es ruhiger ist und die Köche sich über ihren Woks zurufen. Besonders in einer Gasse nahe dem Chaweng Beach reihen sich familiengeführte Restaurants aneinander, deren Speisekarten je nach Fangzeit wechseln.
In einer dieser engen Gassen kann man:
– Halten Sie Ausschau nach kleinen Holzschildern mit der Aufschrift „รายการอาหาร“ (Menü) und nicht nach englischen Neonschildern.
– Bestellen Sie etwas, das Sie nicht richtig aussprechen können, und beobachten Sie, wie der Koch lächelt, wenn Sie es versuchen.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Chaweng Beach, Koh Samui
Geheime Bucht: Ruhiges Wasser finden
Auf Koh Samui gibt es Buchten, die mit etwas Geduld belohnt werden. Statt der belebten Orte bei Lamai lohnt es sich, die felsigen Abschnitte zwischen Lamai Beach und den südlichen Landzungen zu erkunden. Kleine Buchten tauchen mit den Gezeiten auf und verschwinden wieder; gehen Sie vorsichtig und lauschen Sie dem leisen Klicken der Einsiedlerkrebse.
So finden Sie einen:
– Mieten Sie einen Roller und fahren Sie von Lamai Beach aus Richtung Süden. Verlangsamen Sie Ihre Geschwindigkeit an jeder engen Kurve und halten Sie Ausschau nach Fußwegen, die durch Kasuarinenbäume führen.
– Bringen Sie Wasser, Sonnenschutz und Schuhe mit, die sandig werden dürfen.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Lamai Beach, Koh Samui
Tempel, die zwischen den Augenblicken summen
Die Tempel von Koh Samui wirken wie wachsame Nachbarn – mal prunkvoll und vergoldet, mal versteckt in einer Gasse, wo Weihrauchduft wie Nebel aufsteigt. Die Skulpturen des Wat Plai Laem wirken theatralisch und freundlich; der Große Buddha Tempel (Wat Phra Yai) blickt von seiner kleinen Insel mit einer gelassenen, ruhigen Präsenz herab.
Ein Hörtipp:
– Besuchen Sie den Tempel im Morgengrauen oder am späten Nachmittag, um die Tempelglocken zu hören und weniger Touristengruppen anzutreffen.
– Bitte beachten Sie die Kleiderordnung: Schultern und Knie müssen beim Betreten von Schreinbereichen bedeckt sein.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Wat Plai Laem, Koh Samui
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Wat Phra Yai (Big Buddha Temple), Koh Samui
Märkte: Wo Aromen und Lachen serviert werden
Die Märkte sind das Herzstück der Insel. Fischer bieten fangfrischen Fisch an, und an Dessertständen werden aus jungen Kokosnüssen cremige Köstlichkeiten zubereitet. Die Fußgängerzone im Fischerdorf Bophut verwandelt sich abends in eine von Laternen erleuchtete Gasse, in der Kunsthandwerker ihre Waren anbieten und gegrillte Meeresfrüchte servieren.
Rituale auf kleinen Märkten:
– Gehen Sie langsam vor; fragen Sie die Verkäufer, was heute am frischesten ist.
– Probieren Sie Kokosnusspfannkuchen (Roti) und Mango-Klebreis an Ständen mit einer kleinen Warteschlange – die Einheimischen wissen, wo sie warten müssen.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Fisherman's Village Walking Street, Bophut, Koh Samui
Wo man essen kann: Gemütliche Lokale, die es wert sind, gesucht zu werden
Es gibt elegante Resorts und einfache Garküchen am Straßenrand; die besten Gerichte findet man aber oft in den unscheinbaren Lokalen mit nur einem Ventilator und handgeschriebenen Speisekarten. Suchen Sie nach Restaurants, die ihre Tagesgerichte auf einer Tafel ändern, und beobachten Sie, welche Gerichte die Einheimischen bevorzugen.
Empfehlungen, die Sie beachten sollten:
– Halten Sie in der Nähe von Maenam und Bophut Ausschau nach familiengeführten Betrieben, die frische Meeresfrüchte anbieten.
– Fragen Sie Ihren Gastgeber in der Pension, wo er gerne isst – Empfehlungen von Einheimischen erweisen sich oft als zutreffender als Reiseführer.
Praktische Tipps für einen sanften Besuch
- Währung und Zahlungen: Für kleine Stände und Songthaews (Sammeltaxi) sollten Sie Bargeld mit sich führen; viele Restaurants akzeptieren Kartenzahlung, kleinere Lokale jedoch möglicherweise nicht.
- Sicherheitshinweise für Rollerfahrer: Wenn Sie einen Roller mieten, tragen Sie einen Helm und fahren Sie vorsichtig – die Straßen können steil sein und in schattigen Kurven kann man Schotter finden.
- Wasser und Sonne: Bringen Sie nachfüllbares Wasser mit; das Klima ist mild, solange man die Sonne nicht vergisst.
- Trinkgeld: Ein bescheidenes Trinkgeld wird geschätzt, ist aber nicht obligatorisch; ein Lächeln und eine kleine Geste bewirken viel.
Kurze Checkliste:
1. Bei später Ankunft Flughafentransfer reservieren.
2. Packen Sie in der Monsunzeit riffschonende Sonnencreme und eine leichte Regenjacke ein.
3. Halten Sie eine lokale SIM-Karte oder heruntergeladene Offline-Karten für die Navigation bereit.
Ein letzter stiller Türbogen
Koh Samui belohnt geduldige Besucher. An manchen Morgen findet man einen Sandstrand, der nur von den Gezeiten bedeckt ist, und an anderen Abenden sitzt man mit Köchen an einem Tisch, die mit gemächlicher Hand Chilischoten in Currys einrühren. Gehen Sie langsam, hören Sie mehr zu, als Sie sprechen, und lassen Sie die Insel ihre verborgenen Winkel in ihrem eigenen Tempo enthüllen.
Wo soll gesucht werden?
– Sie können es auf Google Maps suchen, indem Sie Folgendes eingeben: Koh Samui
Dies ist keine vollständige Liste; es ist eine Einladung, den kleinen Zeichen zu folgen: ein auf dem Kiel liegendes Boot, der Duft von Kokosnuss in der warmen Luft, eine Glocke, die in der Dämmerung zweimal geläutet wird. Jedes dieser Zeichen ist ein Tor. Wähle eines und schreite hindurch.
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